Erlischt die Sonne in Bornheim?

April 18, 2018

Letztens bekam meine Mutter von einer Freundin eine E-Mail, in der es um die Erhaltung des Gasthauses „Zur Sonne“ ging. Daraufhin nahm ich mir vor, mich mit den Hintergründen zu dem Thema zu beschäftigen.

Nach 240 Jahren soll nun das Gasthaus „Zur Sonne“ verkauft und in Folge dessen in Wohnraum umgewandelt werden. Seit gut 30 Jahren befand sich die beliebte Apfelweingaststätte bereits im Besitz der Familie Lorz, die diese jetzt aus Altersgründen nicht mehr weiterführen kann. Da es keinen Nachfolger gibt will, sie jetzt die Wirtschaft und den Hof für 2,5 Millionen Euro verkaufen. Da der Stadtteil Bornheim schon seit Langem zu den beliebtesten Zuzugsorten in Frankfurt zählt, ist die Sorge der Zweckentfremdung nicht unberechtigt. Zwar ist das Gasthaus ein Einzelkulturdenkmal, wodurch das Haus, sowohl außen als auch innen, nicht abgerissen oder umgebaut und der Hof nicht bebaut werden darf. Allerdings verbietet das nicht, den Zweck des Grundstückes zu entfremden. Als Beispiel kann man auch die Großmarkthalle im Ostend nennen. Auch diese steht unter Denkmalschutz, konnte aber dadurch nicht vor dem Bau der EZB geschützt werden.

Zum Schutz der Gaststätte hat nun der Bornheimer Thomas Becker, der in unmittelbare Nähe wohnt eine Onlinepetition gestartet, „damit dieser feste Bestandteil Bornheims nicht verhökert wird, um daraus Profit zu machen.“ Gerichtet ist die Petition an den Oberbürgermeister Peter Feldmann.   Nach neun Tagen hat man nun bereits rund 3400 Stimmen gesammelt. Abgegeben wird die Petition erst in 81 Tagen. Sollte das die Gaststätte nicht retten, überlege Becker ein Crowdfunding zu starten, damit diejenigen, denen der Erhalt der Gaststätte wichtig ist, diese gemeinsam kaufen können.

Der, sich in der Gründung befindende ,Verein „Inter Esse“ interessiert sich ebenfalls für die Immobilie und denkt über eine Übernahme nach dem Crowdfunding nach. Geplant sei eine Art Kulturzentrum, in dem die traditionelle Gaststätte weiter betrieben wird. Es handele sich um einen selbstverwalteten, nicht profitorientierten Betrieb. Nebenbei solle es dann auch als Vernetzungspunkt dienen, d.h. Veranstaltungen wie Workshops, Konzerte oder Lesungen wären geplant. Außerdem denke man über einen Hostelbetrieb in den oberen Stockwerken nach. Im Gasthaus würden nur lokale Lebensmittel und Güter angeboten.

Loki

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