0. STUNDE – Muss das sein?

February 26, 2020

Wenn die 0. Stunde (Beginn: 7:45) auf dem Stundenplan steht, gibt es schon die ersten genervten Laute von den Gruppentischen, da keiner richtig Lust auf diese Stunde hat. Kein Wunder, auch wir haben wenig Lust, um 6 Uhr aufzustehen und durch die halbe Stadt zu fahren.

Wenn man morgens in das Gebäude kommt, ist es noch ein bisschen dunkel auf dem Pausenhof und es ist sehr still. Es ist eine verschlafene Stimmung. Dann ist man im Gebäude und wird auch hier von einer seltenen Stille empfangen, die eigentlich nur kommt, wenn keiner mehr im Gebäude ist. An den Tischen vor den Klassenräumen sitzen einzelne Schüler, die Vokabeln lernen, oder schnell Hausaufgaben machen. Wenn mehrere kommen, entwickelt sich das ein oder andere Gespräch, meistens ist das Thema der fehlende Lehrer. Auf den wird dann ungeduldig gewartet, da die Klassen noch zu sind und man schnell hineingehen will, um seine Materialien zu holen.

Wenn ein Lehrer kommt, traut sich keiner, nach dem Schlüssel zu fragen, bis jemand aufsteht und es doch tut. Dann werden die Klassen aufgeschlossen und man geht schnell oder langsam hinein. Meistens wird schon auf dem Gang über die nullte Stunde geschimpft. Das setzt sich dann in Unterricht fort. Im Unterricht merkt man, dass auch die Lehrer nicht so ganz glücklich mit dem frühen Anfang sind, da auch sie manchmal 5-10 Minuten zu spät kommen und auch selber über die 0. Stunde stöhnen.

Jetzt beschreiben wir euch die 0. Stunde an zwei Beispielen.

 

Französisch:

Viele Schüler kommen 10-15 zu spät und sind total müde. Die zu früh kommen, sind genervt, dass der Lehrer zu spät kommt und fragen sich, warum der Lehrer nicht pünktlich ist. Wenn die Stunde beginnt, liegen schon einige Köpfe auf dem Tisch und sie hören kaum dem Lehrer zu. Sie haben überhaupt keine Lust den Arbeitsauftrag zu machen und unterhalten sich lieber mit dem Nachbarn oder zeichnen auf ihren Tischen oder auf ihren Arbeitsblättern aus Langeweile herum. Aber es gibt einige, die trotz der frühen Uhrzeit konzentriert sind und mitarbeiten.

Latein:

In Latein ist es ähnlich wie in Französisch, es kommen auch manche zu spät. Manche tauchen gar nicht in Latein auf, sondern erst später zur 1. Stunde. In Latein sind wir weniger Schülerinnen als in den Französischkursen, deshalb ist es auch ruhiger. Aber es wird sich manchmal trotzdem darüber beschwert, dass die 0. Stunde so früh ist. Manche nehmen es auch hin, dass es so ist und arbeiten leise, andere fangen in der Arbeitszeit an, sich mit dem restlichen Gruppentisch zu unterhalten und sind unkonzentriert oder genervt.

 

Wenn die 0. Stunde vorbei ist, geschieht dasselbe in Französisch wie auch in Latein: Alle springen auf und rennen so schnell es geht, aus der Tür, um rechtzeitig in die Pause zu kommen. Denn alle hoffen natürlich, dass sie rumgeht und die Uhr wird öfters angesehen, als die Tafel.

Wir im Lateinkurs haben meistens etwas früher aus und müssen dann immer vor der Klassentür warten, wo ein Französischkurs stattfindet und warten ebenso ungeduldig, wie die Schülerinnen und Schüler hinter der Tür, die dann „Jaaa!“ und „Juhu!“ rufend aus der Tür stürmen.

Doch danach ist leider keine Pause, sondern eine Doppelstunde. Das ist sehr anstrengend, da man keine richtige Gelegenheit hat, sich kurz auszuruhen, sondern es geht gleich weiter mit dem nächsten Unterricht.

Wir finden die nullte Stunde sehr anstrengend, da wir um 6 Uhr aufstehen müssen und –anders als andere- quer durch die Stadt fahren müssen. Wir finden es auch anstrengend, weil wir keine Pause danach haben, sondern es gleich weitergeht mit dem Unterricht.

Deshalb würden wir eher eine 7. Stunde unterstützen, anstatt die 0. Stunde.

SJ       D.H  

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