Übernimmt YouTube die Medien?

June 01, 2016

Stirbt das Fernsehen aus? Damals waren es die Bücher. Heute YouTube. Doch wie hat das Fernsehen seinen anfänglichen Reiz verloren? Was hat YouTube was dem Fernsehen fehlt?

Die „Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung“ (AGF) dokumentierte in einer Studie, dass die Zahlen im Altersbereich von 14-19 Jahren an täglichem Fernsehkonsum um 10 Prozent gesunken sind. Im Durchschnitt beschäftigen sich Kinder 103 Minuten täglich am Fernseher. Die Zeit die sie jedoch im Internet verbringen, liegt bei 3 Stunden (Die Zahlen sind von 2014, seitdem sind die Zahlen an täglichen Nutzern deutlich in die Höhe gestiegen). Erwachsene verbringen deutlich mehr Zeit am Fernseher. Dabei ist zu bemerken, dass dadurch Kultsender im deutschen Fernsehen wie RTL und Pro Sieben an Zuschauern verlieren. Das liegt größtenteils daran, dass die Sender eher von jüngeren Zuschauern angesehen werden, die sich jetzt nur noch im Internet aufhalten.

Der populärste YouTuber, „PewDiePie“ hat momentan 43 Millionen Abonnenten und macht allein täglich eine Millionen Klicks und aufwärts. Mediakraft ist ein deutsches Network Unternehmen. Es unterstützt YouTuber und hilft ihnen bei der Vermarktung, wenn sie Fragen haben und organsiert die Ressourcen die zum Dreh benötigt werden und auch die Studios werden zur Verfügung gestellt. In den Content mischt sich das Netzwerk aber nicht ein. Der Content (Inhalt) ist die Art der Videos.  Dieser bleibt den YouTubern frei. Ein Beispiel „Apo Red.“ Er fing mit Gaming an und  hatte regelmäßig kommentierte Gameplays hochgeladen (Videos in denen er eine Tonspur über ein bereits gespieltes Spiel legt). Als er keine Lust mehr darauf hatte, änderte er seinen Content auf Lifestyle Videos(Videos in denen er über Dinge aus seinem Leben redet oder über Themen spricht).Obwohl Mediakraft selber keine Videos macht, sehen sie sich trotzdem als Fernsehsender, der aber nicht wie beim klassischen Fernsehen einen festen Programmablauf hat. Dennoch kommen sie den eher jüngeren Zuschauern mit dem Programm entgegen und passen sich ihnen an.

„Lange Zeit galt YouTube als Amateur Programm“ doch heute ist es auf dem Weg dem Fernsehen den Laufpass zu geben. Im Grunde ist es kein Nachteil, weil die Internetnutzer selber ihre Art von Videos bestimmen können. Außerdem wird weniger Werbung geschaltet, die die Kinder verblödet. Trotzdem wird auch von den YouTubern viel geworben, das sind dann die sogenannten Productplacements, die müssen aber angegeben werden. Die YouTuber richten sich nach den Zuschauern. Sie machen Videos über Computerspiele und verschiedene Fashionprodukte. Sie sind Idole für sie und das merkt man auch im Alltag wie sie sich nach ihnen richten. Viele ziehen sich so an wie YouTuber oder imitieren sie. Das Fernsehen bringt auch nichts Neues mehr, auf Kanälen wie Prosieben oder RTL ist die ganze Wochenshow geregelt. Manche Kinder wollen auch garkeinen Fernseher, weil sie kein Nutzen dafür haben oder sie dürfen noch keinen haben. Leider führt dieses dauerhaften checken von Videos zur Sucht und sie tauchen in die Welt von YouTubern ab und blenden ihr eigenes aus. Und gerade das fällt mir auch bei mir selbst auf – erschreckend!

Henrik.W

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